Zentralverband des Deutschen Handwerks

Handwerk in Zukunftsmodus schalten

Berlin (ABZ). – Zur Veröffentlichung des Jahreswirtschaftsberichts 2023 der Bundesregierung vor Kurzem erklärt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): "So wie die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht wieder etwas optimistischer auf den konjunkturellen Verlauf des Jahres 2023 schaut, so sieht auch das Handwerk gute Gründe dafür, dass sich nach dem Krisenjahr 2022 die Lage im späteren Jahresverlauf 2023 wieder bessern wird."
Zentralverband des Deutschen Handwerks ZDH Konjunkturentwicklung
Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). "Diese aktuelle Krisenphase zu bewältigen, bindet nach wie vor sehr viele Ressourcen. Das darf aber mit Blick auf die längerfristigen Aufgaben nicht das gesamte Handeln bestimmen", sagte Dittrich zur Veröffentlichung des Jahreswirtschaftsberichts 2023. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Ohne Frage hätten viele Handwerksbetriebe gerade zu Jahresbeginn noch weiter mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Denn die Herausforderungen durch hohe Energiekosten, angespannte Lieferketten und nach wie vor fehlende Materialien hätten sich nicht schlagartig mit dem Jahreswechsel geändert. "Diese aktuelle Krisenphase zu bewältigen, bindet nach wie vor sehr viele Ressourcen. Das darf aber mit Blick auf die längerfristigen Aufgaben nicht das gesamte Handeln bestimmen", sagte Dittrich. Die Konjunkturerwartungen lassen laut Verband zumindest ab dem Frühjahr wieder eine Normalisierung erwarten. Dann könnten und müssten sich die Betriebe den zentralen strukturellen Herausforderungen widmen. Dittrich: "Dazu zählen zuvorderst, Fachkräfte zu gewinnen und auszubilden, Geschäfts- und Produktionsprozesse weiter zu digitalisieren und betriebliche Prozesse und Geschäftsmodelle so weit wie möglich auf die Anforderungen der Energie- und Klimawende auszurichten, beispielsweise Heiz- und Produktionstechniken energieeffizienter einzusetzen."

Doch nicht allein die Betriebe seien gefordert, Politik müsse die Betriebe bei Bürokratie, Steuern und Sozialabgaben entlasten und für Bedingungen sorgen, die eine wirtschaftlich erfolgreiche Betriebsführung zuließen.

"Nur so lassen sich Arbeits- und Ausbildungsplätze in den Betrieben sichern", so der Präsident.

"Wir müssen in Deutschland gemeinsam an einer positiven Zukunftsperspektive arbeiten, und zwar parallel zur Krisenbewältigung", ergänzte er. Die Regierung müsse gleichzeitig im Zukunfts- wie im Krisenmodus sein.

"Wir können es uns schlicht nicht leisten, Aufgaben beim Klimaschutz und der Dekarbonisierung sowie den vielen weiteren Transformationsvorhaben weiter auf die lange Bank zu schieben", schloss Dittrich. Es gehe nicht nur um die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Es gehe um nicht weniger als die "Zukunft der künftigen Generationen". Die werde nur mit dem Handwerk und mit genügend qualifizierten Handwerkerinnen und Handwerkern gut zu gestalten sein. Dafür müsse sich die Politik noch deutlich mehr bei der Fachkräftesicherung und beim Abbau von Bürokratie ins Zeug legen.

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