Neue Zeche Westerholt

Kauenhof klimaneutral modelliert

Gelsenkirchen (ABZ). – Mit der Umgestaltung des zentral gelegenen Pförtnergebäudes zum Kulturpavillon Pförtnerbude und des umgebenden Freiraums Kauenhof hat die Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt kürzlich auf dem Areal der Neuen Zeche Westerholt in Gelsenkirchen und Herten für die Bürger einen zentralen Dreh- und Angelpunkt im Eingangsbereich geschaffen.

Vorausgegangen war dafür die behutsame Modellierung des Kauenhofs als Landschaftsskulptur und die Sanierung und Aufbereitung des ehemaligen Pförtnerhauses inklusive der umgebenden Beet- und Wiesenflächen.

Die Entwicklung der Neuen Zeche Westerholt wird ressourcenschonend und klimaresilient sein. Dazu gehört auch die nachhaltige und hochwertige Wiederverwertung von Baustoffen. Das beauftragte Büro Landschaftsarchitektur Vennemann aus Dorsten setzte bei ihrer Umsetzung darauf, dem vorhandenen repräsentativen Gebäudeensemble mit der Modellierung der Freifläche des Kauenhofs eine landschaftsarchitektonische Antwort zu geben. Für die Ebene wurde das vor Ort bei den Abbucharbeiten gewonnene Baumaterial verwendet, hügelige Bereiche geschaffen und 55 m Stützmauern aus vorhandenem Betonabbruch als Sitzmöglichkeit gestaltet. Entlang der Kaue, der Lohnhalle sowie der Ausbildungs- und Maschinenhalle wurden die Fassadenbeete als Wildwiesenfläche angelegt. Rund um das ehemalige Pförtnerhaus mit den umgebenden radial angeordneten Beetflächen wurde die vorhandene Rosenbepflanzung erneuert.

"Die Auseinandersetzung mit der Identität des Ortes ist hier von gleicher Bedeutung wie der Umgang mit Materialien und dem hochaktuellen Thema Energie", so Bernd Lohse, Geschäftsführer der Neuen Zeche Westerholt. "Kein Material wurde zusätzlich an- oder abgefahren, stattdessen setzen wir hier auf den klimaneutralen Einsatz von Baustoffen. Hier werden Bauteile und Abbruchmaterial zu neuen wieder verwendbaren Wertstoffen aufbereitet und gleichzeitig CO2 eingespart."

Mit dem Voranschreiten des Rückbaus und der Sicherung der Liegenschaften wird ein Teil des Gelände der Neuen Zeche Westerholt wieder für alle zugänglich. Ganz bewusst hat die verantwortliche Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt mit dem Kauenhof und der Pförtnerbude einen vielfältigen Möglichkeitsraum geschaffen. Künftig werden von dort aus Führungen zu verschiedenen Themen über das Zechenareal starten, während in der "Bude" Ausstellungen gezeigt werden. Nutzungen wie Lesungen, Kino, Traditionspflege oder moderner Poetry Slam sind angedacht auf dem Kauenhof.

Die gesamte Entwicklungsfläche auf der Stadtgrenze von Gelsenkirchen und Herten ist 39 ha groß. Die Umnutzung der Bergwerksfläche Westerholt ist eine der größten Potenzialflächen für nachhaltiges Investment im nördlichen Ruhrgebiet. Das Bergwerk Westerholt, das Ende 2008 stillgelegt wurde, soll im Rahmen einer gemeinsamen Entwicklungsstrategie der drei Gesellschafter, den Städten Gelsenkirchen und Herten sowie der RAG Montan Immobilien, ein besonderes Profil bekommen.

Eine zukunfts- und klimagerechte Flächenentwicklung ermöglicht Projekte im Bereich Wirtschaft und Produktion, aber auch Dienstleistungen, Bildung und Wohnprojekte. Angeboten werden dafür flexible Grundstücksgrößen von 1000 bis 10.000 m².

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