Raupenkran für den Einsatz in Innenräumen und beengten Platzverhältnissen

Abbrucheinsatz in Heizkraftwerk

Gießen (ABZ). – Das Berliner Unternehmen C-Tech Rückbau GmbH hat sich auf den Rückbau von Anlagen im industriellen Bereich konzentriert. Nicht selten werden Spezialaufträge angefragt, informiert das Unternehmen.
Abbrucharbeiten
Im Notfall kann der PCC nach Angaben von Palfinger innerhalb von wenigen Minuten abgebaut werden und die Zufahrt ins Halleninnere freigeben. Foto: Palfinger

Auch beim Heizwerk der Stadt Gießen muss der überfeuerte Kessel 3 abgetragen werden – ohne die beiden anderen Kessel vom Netz zu nehmen. Unter äußerst beengten Verhältnissen, Dach und Seitenwände müssen geschlossen bleiben, muss ein selektiver Rückbau erfolgen. Nur über eine Toröffnung können Hilfsmittel in den Indoor-Bereich des Heizwerks gefahren werden, um den 4,9 m x 3,7 m x 15 m großen Kessel mit Arbeitsplattform abzutragen. Genau die Herausforderung, für die der Palfinger-Raupenkran PCC 115.002 konstruiert wurde. Da der Kran mit dem Raupenfahrwerk nicht ins Gebäudeinnere fahren kann, wird das Kranmodul vom Raupenfahrwerk getrennt und in mehreren Schritten positioniert.

H-förmig konstruierter Abstützrahmen

Der PCC 115.002 wird vor der Hallenöffnung abgestellt und die Shift-Funktion genutzt, um den Kran auf die im Vorfeld gesetzte Markierung zu setzen. Shiften ist die Fähigkeit des Kranmoduls sich mit oder ohne Raupenfahrwerk in Längs- und Querrichtung zu bewegen. Durch die Trennbarkeit reduziert sich die Höhe des Raupenkrans erheblich und er passiert die niedrige Einfahrtsöffnung ins Heizwerk. Damit der Kran nun seine maximale Hubkraft abrufen kann, wird der H-förmig konstruierte Abstützrahmen in seine optimale Stellung gebracht und mit Gegengewichten versehen.

Schon kann mit dem Rückbau begonnen werden. Im Gebäudeinneren wächst der Kran mit der besonderen Armgeometrie schnell auf die erforderliche Arbeitshöhe an – obwohl zwischen Kessel und Seitenwänden nur wenig Platz vorhanden ist. Das funktioniert laut Hersteller reibungslos, da der Knickarm mit dem Doppelkniehebelsystem und Fly-Jib negativ überstreckt werden kann. Die Mitarbeiter begeben sich dann auf Arbeitshöhe und fangen mit schwerem Arbeitsgerät an, die Plattform und den Kessel in Einzelteile zu zerlegen. Da am Hallendach keine Anschlagpunkte für Lastaufnahmemittel verfügbar sind, muss jeder Arbeitsschritt mit dem PCC 115.002 gesichert werden.

Stufenlose Geometrieüberwachung am Armsystem

Bereits bei der Planung des Auftrags hat Geschäftsführer Mark Drescher berechnet, welche Lasten der Kran bewegen kann. Die beste Ausnutzung der Hubkraft am Fly-Jib wird durch stufenlose Geometrieüberwachung am Armsystem erreicht. Die Berechnung aller Schwerpunkte inklusive des Ausleger-Systems in Kombination mit dem abnehmbaren Gegengewicht sorgt für eine 360-Grad-Stabilität. Das heißt, dass der Kranbediener die Last in jeder Position unter Kontrolle halten kann. Vorsichtig kalkuliert, kam der Unternehmer auf eine Last von 3 t am Ausleger. Am Einsatzort wurde dem Kranführer von der PALCOM-P7-Steuerung eine maximale Last von sogar 3,2 t berechnet. Damit konnte der Abbau – mit einem Sicherheitspuffer – wie geplant umgesetzt werden. Um flexibel zu sein und mögliche Gefahren im Blick zu haben, kann der Kranfahrer mit der PALCOM-P7-Funkfernsteuerung genau dort sein, wo die Gefahr am größten ist. Direkt am Einsatzort. Ohne die Regieanweisung über Funk hat der Kranbediener die Last stets unter seiner Kontrolle. Das erhöht die Sicherheit der Mitarbeiter im Gefahrenbereich um ein Vielfaches.Bei der Auftragsvergabe zum Rückbau des Kessels im Heizwerk Gießen wurde der Aspekt Sicherheit großgeschrieben.

Da die Energieerzeugung der Anlage nicht abgeschaltet werden konnte, mussten die Sicherheitsvorschriften im Werk weiter eingehalten werden. Im Notfall hätten Einsatzfahrzeuge an den Einsatzort vordringen müssen. Dazu kann der PCC innerhalb von wenigen Minuten abgebaut werden. Nur so kann auf eine "Semiprofessionelle" Lösung mit Gabelstapler und Lasthaken verzichtet werden und ein echter Spezial-Kran, wie der PCC von Palfinger eingesetzt werden. Ein weiterer Pluspunkt für den PCC 115.002 ist der Einsatz im Gebäudeinneren mit einem integrierten E-Motor. Durch den E-Antrieb fallen keine Emissionen an. "Wir haben uns vor zehn Monaten bewusst für den PCC 115.002 von Palfinger entschieden, da er die C-Tech Rückbau GmbH höchstflexibel bei Aufträgen macht. Wir können damit Lösungen für Projekte anbieten, die unlösbar zu sein scheinen und wachsen mit jeder neu gestellten Aufgabe", erklärt Mark Drescher.

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