In Magdeburg

Sanierung der bekannten Hyparschale wird teurer

Magdeburg (dpa). - Die Sanierung der bekannten Hyparschale in Magdeburg könnte noch einmal deutlich teurer werden. Die Stadt hat dem Stadtrat eine entsprechende Beschlussvorlage zu der DDR-typischen, denkmalgeschützten Mehrzweck-Halle vorgelegt, in der die Kosten für den aktuellen Bauabschnitt noch einmal um 2,1 Millionen Euro steigen.
Kommune Sanierung
Die Hyparschale spiegelt sich in einer Regenpfütze. Die Sanierung der Hyparschale könnte noch einmal deutlich teurer werden. Die Stadt hat dem Stadtrat eine entsprechende Beschlussvorlage zu der DDR-typischen, denkmalgeschützten Mehrzweck-Halle vorgelegt, in der die Kosten für den aktuellen Bauabschnitt noch einmal um 2,1 Millionen Euro steigen. Insgesamt geht die Stadt nach Angaben eines Sprechers inzwischen von 24,1 Millionen Euro Gesamtkosten aus. Bei Baubeginn 2019 wurden noch rund 17 Millionen Euro veranschlagt. Foto:picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Insgesamt geht die Stadt nach Angaben eines Sprechers inzwischen von 24,1 Millionen Euro Gesamtkosten aus. Bei Baubeginn 2019 wurden noch rund 17 Millionen Euro veranschlagt.

Die enormen Kostensteigerungen belasteten alle Gewerke, heißt es in dem Antrag. In bestimmten Bereichen müssten wegen Bauverzugs neue Preise verhandelt werden. In der Beschlussvorlage, der der Stadtrat noch zustimmen muss, wird als Datum der Inbetriebnahme inzwischen der 1. Juli 2024 genannt. Bislang gingen die Planungen von Ende 2023 aus.

Die Hyparschale wurde nach einem Entwurf des bekannten DDR-Architekten Ulrich Müther gebaut. Sein Markenzeichen waren kühne Dachkonstruktionen. Eine Besonderheit an der Hyparschale ist, dass die zu den vier Ecken hin schräg ansteigende Dachkonstruktion die Halle ohne Stützpfeiler überspannt.

Wegen der Kostensteigerungen gibt es bereits Streit im Magdeburger Stadtrat. Mehrere Fraktionen, darunter CDU, Linke, SPD, Grüne/future und weitere Stadträte, fordern Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) in einem eigenen Antrag auf, die Gesamtkosten für die Bauarbeiten im Stadtpark Rotehorn aufzuschlüsseln. „Wir haben das Problem, dass die Kosten permanent steigen”, kritisiert CDU-Fraktionschef Wigbert Schwenke. Es gebe keine Chance, sich dagegen zu wehren. Die Dimension der Kosten für die Sanierung des Areals sei kaum noch zu überblicken, kritisieren die Stadträte.

Neben der Hyparschale wird auch die angrenzende Stadthalle umgebaut. Im Magdeburger Stadtpark soll so ein neues Kulturzentrum in der Stadt entstehen.

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