In Schleswig-Holstein

Regierung plant 175 Millionen Euro mehr für sozialen Wohnungsbau

Kiel (dpa). - Die Landesregierung will 175 Millionen Euro zusätzlich für den sozialen Wohnungsbau in Schleswig-Holstein bereitstellen. „Grundvoraussetzung für einen finanziell derart weitreichenden Schritt ist natürlich die Zustimmung des Landtags zum Nachtragshaushalt, in den die Änderungen einfließen werden”, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) in Kiel. 

Die in diesem Jahr ursprünglich vorgesehenen Mittel seien bereits erschöpft.

Wie im übrigen Bundesgebiet seien die Zahlen für den Wohnungsbau durch höhere Zinsen und Baukosten auch im Norden rückläufig, sagte Sütterlin-Waack. „Während im Jahr 2022 bis zum Juni des Jahres noch rund 9000 Wohneinheiten genehmigt wurden, waren es in diesem Jahr nur knapp 5500.” Genehmigt werden in diesem Jahr nach Ministeriumsangabe insgesamt rund 10.000 Wohneinheiten. Bis 2025 werden jedoch 21 600 Wohnungen benötigt.

„Bis heute wurden in diesem Jahr bereits mehr als 1650 Wohneinheiten neu gefördert”, sagte die CDU-Politikerin. Damit sei die Rekordzahl 1700 von 2017 bereits fast erreicht. „Ich bin sicher, dass wir sie deutlich übertreffen werden, denn die Liste der Anträge ist nach wie vor lang.” Der Zuschuss beträgt bis zu 1500 Euro pro Quadratmeter. Bislang hat das Land 2023 bereits 343 Millionen Euro in Form von Darlehen und Zuschüssen bereitgestellt.

Während die Zuschüsse in der Regel aus Bundesmitteln stammen, kommen die Darlehen aus dem Landeshaushalt. Ihr Anteil ist weitaus höher. „Zum einen wollen wir weiter so viel bezahlbaren Wohnraum schaffen, wie nur irgend möglich”, sagte Sütterlin-Waack. Die Förderung sei wichtig, um die Bauwirtschaft in Schleswig-Holstein zu stützen.

Waren die Darlehen bislang zinsfrei, will das Land künftig einen Zinssatz von 0,5 Prozent erheben. Für bereits gestellte und noch nicht bewilligte Anträge soll es eine Übergangsfrist geben. „Aufgrund der stark gestiegenen Zinsen auf dem freien Finanzmarkt ist dieser Schritt unerlässlich, aber auch so vorsichtig, dass die Wohnraumförderung weiter attraktiv bleibt”, sagte die Ministerin.

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